Antarktis, Dinosaurier und ein …


Experten sagen, sie haben Hinweise darauf gefunden, dass die Antarktis in den Tagen der Dinosaurier einst so warm wie Neuseeland war und von dichter Vegetation bedeckt war.

Ein Forscherteam aus Großbritannien und Deutschland hat Waldböden aus der Kreidezeit im Umkreis von 900 Kilometern um den Südpol gefunden, was darauf hinweist, dass die Welt einst viel wärmer war als bisher angenommen.

Die Mitte der Kreidezeit – vor etwa 115 bis 80 Millionen Jahren – war die Blütezeit der Dinosaurier.

Die Entdeckung des alten Waldes in der Antarktis wurde in veröffentlicht Naturjournal.

„Die Erhaltung dieses 90 Millionen Jahre alten Waldes ist außergewöhnlich, aber noch überraschender ist die Welt, die er enthüllt“, sagt Co-Autorin Professor Tina van de Flierdt vom Department of Earth Science & Engineering bei Imperial.

Der Kern wurde mit MeBo, einem Meeresbodenbohrgerät, gewonnen. Foto / Tina van de Flierdt, Twitter
Der Kern wurde mit MeBo, einem Meeresbodenbohrgerät, gewonnen. Foto / Tina van de Flierdt, Twitter

„Selbst in Monaten der Dunkelheit konnten sumpfige, gemäßigte Regenwälder in der Nähe des Südpols wachsen und ein noch wärmeres Klima als erwartet aufweisen.“

Die Entdeckung des Teams erfolgte nach Bohrungen in den Meeresboden in der Nähe der Gletscher Pine Island und Thwaites in der Westantarktis und der Gewinnung von Sedimenten.

Ein Abschnitt erregte die Aufmerksamkeit der Forscher mit seiner seltsamen Farbe, und das Team scannte ihn per CT.

Sie entdeckten ein dichtes Netzwerk fossiler Wurzeln, das so gut erhalten war, dass sie einzelne Zellstrukturen erkennen konnten, darunter unzählige Spuren von Pollen und Sporen aus Pflanzen.

Der Wissenschaftler sagt, es zeige Hinweise auf einen gemäßigten Regenwald südlich des Polarkreises vor 90 Millionen Jahren, wie er heute in Neuseeland zu finden wäre.

Dies trotz einer viermonatigen Polarnacht, was bedeutet, dass für ein Drittel jedes Jahres überhaupt kein lebensspendendes Sonnenlicht vorhanden war.

Das Vorhandensein des Waldes lässt darauf schließen, dass es zu diesem Zeitpunkt am Südpol wahrscheinlich keine Eiskappe gab und die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre weitaus höher war als bisher für die Kreidezeit angenommen.

Die Wissenschaftler wissen jedoch immer noch nicht genau, warum die Antarktis abkühlte und schließlich zum gefrorenen Kontinent wurde.





NewZealand Herald

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