Aktuelle Krankheitsausbrüche …

9. Oktober 2021

Auszug aus den aktuellen Meldungen

Hantavirus-Infektionen: In Baden-Württemberg wurden in diesem Jahr 1.305 Fälle diagnostiziert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 72. Bundesweit wurden bisher 1.578 Infektionen gemeldet. Neben Baden-Württemberg sind NRW und Bayern besonders betroffen. Hantaviren werden über verschiedene Nager (Rötel-, Brand- und Gelbhalsmaus) verbreitet, die die Viren über Kot und Urin ausscheiden. Menschen infizieren sich meist dadurch, dass sie verunreinigten Staub einatmen, etwa bei Holzarbeiten im Wald und Garten sowie beim Reinigen von Kellern, Schuppen, Scheunen und Ställen. Die Zunahme von Aufräum- und Renovierungsarbeiten während des coronabedingten Lockdowns könnten ebenfalls zum Anstieg der Fallzahlen beigetragen haben.

zuletzt aktualisiert: 08.10.2021

Leptospirose: Seit Mitte August wurden im Département Ariège (S) 7 Infektionen bestätigt, 6 weitere Verdachtsfälle werden noch untersucht. Alle Betroffenen haben sich beim Wassersport in den Flüssen Argensou und Vicdessos infiziert. Leptospiren gelangen über den Urin infizierter Säugetiere (Ratten, Hunde) in die Umwelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch den direkten oder indirekten Kontakt mit dem Urin über kleine Hautverletzungen oder Schleimhäute. In einem feuchten Milieu (Wasser, Schlamm) können die Leptospiren lange in der Umwelt überleben. Entsprechende Kontakte sind zu meiden.

zuletzt aktualisiert: 14.09.2021

West-Nil-Fieber: Seit August wurden 48 Infektionen gemeldet. 5 Menschen sind verstorben. Das Virus wird durch Stechmücken von einem Wirt zum nächsten übertragen. Es infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Mückenschutz beachten.

zuletzt aktualisiert: 28.09.2021

Tollwut: Mitte September ist im Bundesstaat Kerala ein 17-jähriges Mädchen verstorben. Es war vor etwa einem Jahr von einem Hund gebissen worden. Im August sind in Chennai (Bundesstaat Tamil Nadu, S) 3 Jungen verstorben. Indien gehört weltweit zu den Ländern mit den höchsten Fallzahlen bei Tieren und Menschen. Hauptüberträger ist der (streunende) Hund. Betroffen sind auch die Großstädte. Bei verdächtigen Tierkontakten sofort Arzt aufsuchen und auf Verwendung moderner Gewebekultur-Impfstoffe achten. Eine vorbeugende Impfung ist für alle Reisenden empfehlenswert.

zuletzt aktualisiert: 08.10.2021

Meningitis: In der Provinz Tshopo (NO) gibt es seit Juli einen Ausbruch von Meningokokken-Meningitis. Bisher wurden 777 Verdachtsfälle gemeldet, 167 Menschen sind verstorben. Das Land gehört zu den Ländern des „Afrikanischen Meningitisgürtels“, in denen es, üblicherweise während der Trockenzeit (Dezember-April), regelmäßig zu Meningokokken-Epidemien kommt. Impfschutz beachten.

zuletzt aktualisiert: 01.10.2021

Pest: Seit Mitte April wurden in der Provinz Ituri (NO) 118 Verdachtsfälle registriert, 13 Menschen sind verstorben. In einigen der betroffenen Gebiete waren in den letzten 10 Jahren keine Erkrankungen registriert worden. Es wurden Fälle von Beulen- und auch von Lungenpest verzeichnet. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

zuletzt aktualisiert: 24.09.2021

Pest: Seit Ende August sind im zentralen Hochland der Insel 22 Menschen erkrankt, es wurden 8 Todesfälle bestätigt. Insgesamt wurden 42 Verdachtsfälle verzeichnet. Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit (September bis April) auf. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

zuletzt aktualisiert: 05.10.2021

Gelbfieber: Seit Anfang des Jahres wurden 10 Erkrankungen bestätigt, es gab 4 weitere Verdachtsfälle. 7 Menschen sind verstorben. Bei Reisen in die endemischen Gebiete des Landes wird eine Impfung empfohlen.

zuletzt aktualisiert: 08.10.2021

West-Nil-Fieber: Seit August sind in der Provinz Sevilla 5 Menschen erkrankt. Pressemeldungen zufolge ist eine 75-jährige Frau verstorben. Seit Anfang August wurden in den Provinzen Cadiz, Sevilla, Huelva (S) und Tarragona (NO) Ausbrüche bei Pferden registriert. In der Provinz Lleida (NO) gab es Nachweise bei Vögeln. Wie viele Tiere betroffen sind, wurde nicht gemeldet. Das Virus infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch auf Menschen, Pferde und andere Säugetiere übergreifen. Personen über 50 haben ein höheres Risiko, eine schwere Form der Erkrankung zu entwickeln. Mückenschutz beachten.

zuletzt aktualisiert: 14.09.2021

Dengue: Die grippeähnliche, von Mücken übertragene Viruskrankheit kommt in Sri Lanka regelmäßig vor. Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen, insbesondere während und nach der Regenzeit. Seit Anfang Januar wurden etwa 19.000 Fälle gemeldet. 10 Menschen sind verstorben. Besonders betroffen sind der Distrikt Batticaloa an der Ostküste des Landes und die Westprovinz mit der Stadt Colombo. Im letzten Jahr sind ca. 30.845 sind ca. 30.015 Menschen erkrankt und 35 verstorben. Die meisten Infektionen wurden in den Distrikten Colombo (W), Trincomalee (NO) und Jaffna (N) registriert. 2017 waren die Fallzahlen besonders hoch, Presseberichten zufolge war es der bislang größte erfasste Ausbruch. Es wurden ca. 186.100 Erkrankungen gemeldet, etwa 395 Menschen sind verstorben. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

zuletzt aktualisiert: 01.10.2021

Tollwut: In diesem Jahr wurden 8 Fälle registriert, jeweils 3 stammen aus den Provinzen Limpopo und Eastern Cape sowie 2 aus der Provinz KwaZulu-Natal. Alle Kinder haben sich durch Kontakt zu Hunden oder Katzen infiziert. 2020 wurden 6 Infektionen in der Provinz KwaZulu-Natal und 2 in der Provinz Limpopo bestätigt. Außerdem gab es 3 weitere Verdachtsfälle, je einen in den Provinzen Eastern Cape, KwaZulu-Natal und Limpopo. 2019 wurden 10 Fälle bestätigt, je 4 in den Provinzen Eastern Cap und KwaZulu-Natal und 2 in der Provinz Limpopo. Es gab 6 weitere Verdachtsfälle. Die häufigste Infektionsquelle sind Hundebisse. Bei entsprechenden Kontakten sofort einen Arzt aufsuchen, bei vorhersehbarem Risiko und längerem Aufenthalt vorbeugende Impfung empfohlen.

zuletzt aktualisiert: 01.10.2021

Tollwut: Seit Beginn des Jahres sind in verschiedenen Gouvernements bereits 5 Menschen verstorben. Presseberichten zufolge gab es 234 Infektionen bei Tieren. Durchschnittlich wurden in den letzten Jahren jeweils 380 Fälle bei Tieren und 3 Fälle beim Menschen registriert. Eine prophylaktische Impfung kann vor allem bei längeren Aufenthalten sinnvoll sein.

zuletzt aktualisiert: 28.09.2021

Pest: Mitte September hat ein Mensch im Fremont County (Bundesstaat Wyoming), nach dem Kontakt zu erkrankten Katzen, eine relativ seltene Lungenpest entwickelt. Mitte August ist im Torrance County (Bundesstaat New Mexico) ein Mensch an Beulenpest erkrankt. Anfang Juli ist in Durango im La Plata County (Bundesstaat Colorado) ein 10-jähriges Mädchen verstorben. Die Infektionsquelle ist bisher nicht bekannt. Im Westen der USA, besonders in den Bundesstaaten Arizona, New Mexico, Utah und Colorado, gibt es ausgedehnte Naturpestherde, wo der Erreger in zahlreichen wildlebenden Kleinsäugern, vorwiegend Hörnchen, aber auch in Katzen vorkommt. Kontakt mit derartigen Tieren sollte gemieden werden. Übliche Repellents schützen auch vor Flohbissen.

zuletzt aktualisiert: 17.09.2021

Tollwut: Ende August ist im Lake County (Bundesstaat Illinois) ein 80-jähriger Mann nach dem Kontakt zu einer infizierten Fledermaus verstorben. Eine postexpositionelle Behandlung hatte er abgelehnt. Es ist der erste Todesfall in Illinois seit 1954. Menschliche Tollwutfälle sind in den USA selten. Jährlich werden etwa 55.000 Menschen aufgrund von verdächtigen Tierkontakten (überwiegend Kontakt zu Fledermäusen) postexpositionell behandelt und 4.000-6.000 Fälle von Tollwut bei Tieren (Waschbären, Stinktieren, Fledermäusen, Füchsen) registriert. Nach verdächtigen Tierkontakten sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

zuletzt aktualisiert: 01.10.2021

Gelbfieber: Anfang Oktober wurden in der Gemeinde Maturín (Bundesstaat Monagas, NO) 7 Fälle gemeldet. Es sind die ersten Infektionen in Venezuela seit 2019. Die Infektion kommt in weiten Teilen des Landes regelmäßig vor. Eine Impfung wird bei einem Aufenthalt in betroffenen Gebieten empfohlen.

zuletzt aktualisiert: 05.10.2021

Quelle: CRM.de